Menü
112 und 110 - Notruf auch für Hör- und Sprachgeschädigte

nora = Notruf-App



Offizielles Logo der neuen Notruf-App

Die Mitglieder der Task Force & der Geschäfts- und Koordinierungsstelle Notruf-App-System/Quelle: Ulrich Heyer IM NRW

nora ist offizielles Notrufmittel

28.09.2021

Minister Reul: Ein passgenauer Notruf mit wenigen Klicks - das ist vor allem für unsere sprach- und hörbehinderten Mitmenschen eine richtig gute Nachricht.

Ob Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste: Von nun an sind alle auch per App in Notsituationen erreichbar - „nora“ macht es möglich. Die bundesweite Notruf-App ist unter Federführung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums entstanden und steht ab sofort in den App-Stores zum kostenlosen Download bereit. Innenminister Herbert Reul hat nora am heutigen Dienstag (28. September 2021) vorgestellt.

NRW  Innenminister Herbert Reul

Minister Reul: „Ein barrierefreier Notruf ist enorm wichtig für die Teilhabe und das Sicherheitsempfinden jeder und jedes Einzelnen in unserem Land. In erster Linie richtet sich nora an Menschen, die z.. B. aufgrund einer Sprach- oder Hörbehinderung nicht oder nicht gut telefonieren und deshalb den Sprachnotruf über die 110 und 112 nicht nutzen können. Grundsätzlich ist nora jedoch eine App für alle Menschen in Deutschland.“

Menschen mit Sprach- und Hörbehinderungen standen bisher ein Notruf-Fax und ein Gebärdendolmetscherdienst (TESS-Relay) zur Verfügung. Der Dolmetscherdienst stellt die Kommunikation zwischen den Notrufenden und der jeweiligen Einsatzleitstelle her und übersetzt. Das Notruf-Fax muss von einem Standort mit Faxgerät versendet werden und lässt Rückfragen der Einsatzleitstelle nur unter großem Aufwand zu.. Ein mobiler Notruf ist über dieses System in der Regel nicht möglich.

„Nora schließt hier eine Lücke. Die App ergänzt die bestehenden Notrufsysteme um eine mobile Komponente. Wir bieten unseren Mitmenschen ein großes Stück mehr Sicherheit und Selbstbestimmung und auf dieses Ergebnis bin ich stolz. Der Start der App ist jedoch nur ein erster Schritt. Wir werden nora in den kommenden Jahren weiterentwickeln, um sie noch besser zu machen“, so Reul.

Die App ist so aufgebaut, dass in Notsituationen ganz ohne zu sprechen und auch mit geringen Sprachkenntnissen ein Notruf abgesetzt werden kann. In diesem Notruf per App sind dann die wichtigsten Informationen enthalten wie unter anderem persönliche Daten, der Notfall-Ort und die Art des Notfalls. Die persönlichen Daten bleiben auf dem Smartphone gespeichert und werden nur bei einem Notruf an die Einsatzleitstellen übermittelt. Es können Angaben wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und Behinderungen auf freiwilliger Basis hinterlegt werden.

Informationen zur konkreten Notsituation werden über maximal fünf aufeinanderfolgende Fragen abgefragt. Dabei helfen Symbole, Texte in leichter Sprache und eine intuitive Nutzerführung. In bedrohlichen Situationen, in denen der Notruf möglichst unbemerkt bleiben soll, ist auch ein „stiller Notruf“ möglich. Der Notfall-Ort wird über das Mobilfunkgerät ermittelt und zusammen mit den anderen Angaben an die zuständige Einsatzleitstelle übermittelt. Der App-Notruf für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste kann im ganzen Bundesgebiet genutzt werden. Neben Deutsch ist die App auch in englischer Sprache verfügbar.

Stellvertretend für alle Bundesländer organisiert die Geschäfts- und Koordinierungsstelle Notruf-App-System des NRW-Innenministeriums alle Belange rund um den App-Notruf. Die technische Konzeption und Umsetzung sowie der Anwender-Support erfolgen durch die bevuta IT GmbH mit Sitz in Köln. Bis 2021 betragen die Kosten des Projekts für Nordrhein-Westfalen gemäß Königsteiner Schlüssel rund 475.000 Euro.


Herausgeber:

Ministerium des Innern Nordrhein-Westfalen Pressereferat Friedrichstr. 62 - 80

40217 Düsseldorf

Tel: 0211-871-1111

Mail: pressestelle[at]im.nrw.de

Zu den Fotos

Fotos von der Veranstaltung können Sie sich gerne hier ansehen. Bitte beachten Sie, dass die Fotos nicht ohne Erlaubnis des/der Fotografen veröffentlicht werden dürfen.



Einführungstermin der Notruf-App "nora" steht fest

20.09.2021

Wie schon im 5. Newsletter am 23.07.2021 angekündigt, möchten wir Sie über den Veröffentlichungs-Termin der Notruf-App „nora“ informieren.

"nora" kann ab dem 28.09.2021, 12:00 Uhr aus den App-Stores für Android und iOS kostenlos heruntergeladen werden.

Nach der Registrierung ist die App betriebsbereit und löst Notrufe aus. Bitte testen Sie die App über nur den „Demo-Modus“, den Sie im Menü auswählen können. Probieren Sie die App nicht durch das Absenden von Notrufen auf dem Start-Bildschirm aus, da sonst Einsatzkräfte alarmiert werden.

Weitere Newsletter werden zukünftig nicht mehr versandt. Sie finden alle Informationen jedoch auf unserer Webseite unter www.nora-notruf.de.


"nora" erscheint bald!

13.09.2021

Die "nora" Notruf-App steht kurz vor der Freigabe. Mit einer Veröffentlichung ist in den nächsten Tagen zu rechnen.


Vorläufig letzte Sitzung der Task Force

05.07.2021

Heute fand die wohl letzte Sitzung der Task Force Gruppe zur Entwicklung der Notruf-App nora, in Form einer Videokonferenz, statt. Dabei wurde unter anderem auch nochmals über den bisherigen Verlauf der Testungen gesprochen und weitere Anregungen aufgenommen. Darüber hinaus hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, einen ersten Vorgeschmack auf die neue Homepage, deren Fertigstellung noch nicht ganz abgeschlossen ist, zu bekommen. Eine Veröffentlichung ist in Kürze geplant. Die Veröffentlichung der App selber ist nach aktuellem Stand für Ende Juli 2021 geplant.


Notruf-App "nora" bundesweit in der Testphase


08.05.2021 

Seit 26.04.2021 ist die Testphase der bundesweit einheitlichen Notruf-App offiziell gestartet. Ca. 300 Tester*innen aus unterschiedlichen Betroffenenverbänden habe nun ausführlich die Möglichkeit, die App bis Anfang Juli 2021 zu testen.

Hier erste Meinungen:

  • Bin gerade dabei, die aktuelle Version der Notruf App “nora“ zu testen. Sie kann was sie soll und macht im Testbetrieb keine Zicken. Mein persönliches Fazit, für eine Version 1.0 ist sie ausreichend gereift, einführen und weiter verbessern. (Joachim Seuling)
  • Ich gehöre auch zu dem erlauchten Kreis der Tester und muss sagen, dass "nora" einen vielversprechenden Eindruck macht. bislang hatte ich keine Probleme mit der Handhabung. Version 1.0 ist zielführend. (Klaus Büdenbender)

Newletter des IM Nordrhein-Westfalen zum aktuellen Stand der Notruf-App

16.03.2021

In Sachen bundesweite Notruf-App kommt zunehmend Bewegung. So hat das federführende Innenministerium von Nordrhein-Westfalen aktuell wieder einen Newsletter herausgegeben. Newsletter Nr. 3.


08.01.2021 

Nach Ausage des Innenministeriums von NRW, sollen Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen künftig leichter einen Notruf bedienen können. Dies berichtete der DEUTSCHLANDFUNK am 08.01.2021.

Voraussichlich im April werde dazu eine neue App bundesweit freigeschaltet, teilte das nordrhein-westfälische Innenministerium mit, das die Projektführung für alle Bundesländer übernommen hat. Derzeit liefen erste Praxis-Tests. Die App richte sich vor allem an Menschen, die aufgrund einer Behinderung nicht oder schlecht telefonieren könnten. Demnach fragt die App zunächst, ob man Feuerwehr oder Polizei braucht, oder ob es sich um einen medizinischen Notfall handelt. Per Knopfdruck können dann mehrere Möglichkeiten ausgewählt werden. Durch die Ortungs-Funktion des Handys wird der Notruf automatisch an die örtlich zuständige Leitstelle geschickt.

Quelle: Diese Nachricht wurde am 08.01.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Quelle: IM NRW

Aktuelle Informationen rund um die Notruf-App

02.07.2019 

Über die beiden unten stehenden Buttons bekommen Sie weitere Informationen zur Notruf-App "SALUS", bzw. gelangen Sie direkt auf die Entwicklerseite.

Quelle: https://www.mobitalk.de/bundesweite-notruf-app-soll-2020-fuer-smartphones-kommen/

Aktueller Stand zur Notruf-App

24.06.2019 

In Sachen Notruf-App kommt offensichtlich Bewegung. Über den Button kommen Sie zu einem aktuellen Schreiben des derzeitigen Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Herrn Minister Grote aus Schleswig-Holstein. 

Das Ministerium hat der Veröffentlichung des Schreibens zugestimmt.