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112 und 110 - Notruf auch für Hörgeschädigte

Kostenloser und barrierefreier Notruf

TESS vermittelt Ihre Notrufe zur zuständigen Notrufleitstelle. Kostenlos und bundesweit.

Kostenlose Registrierung und Nutzung für Jeden.

Notruf Icon Notruf über Tess.

Auch, wenn Sie privat oder beruflich angemeldet sind - Sie können über die Relay-Dienste die Notrufe 110 und 112 kostenlos anrufen.

 

Barrierefreier Notruf: Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit jetzt gesichert

Im letzten Newsletter haben wir über die Situation des barrierefreien Notrufs berichtet. Mit ei­ner kleinen, aber wirksamen Änderung am Telekommunikationsgesetz (TKG) hat der Bun­destag am 27. April 2017 den Rund-um-die-Uhr-Zugang zu Telekommunikationsdiensten für Menschen mit Behinderung jetzt beschlossen. Damit steht der kostenlose Notruf des Tess-Relay-Dienstes ab sofort sieben Tage in der Woche und 24 Stunden am Tag zur Verfügung.

Was müssen Interessierte jetzt tun?

1. Registrieren Sie sich auf der Internetseite www.tess-relay-dienste.de als Tess-Kunde. Wählen Sie bei der Tarifauswahl den Notruf-Tarif. Dieser Tarif ist kostenlos. (Durch Regist­rierung der eigenen Anschrift kann im Notfall, etwa wenn Sie sich nicht mehr äußern können, die zuständige Leitstelle ermittelt und der Rettungsdienst direkt dorthin geschickt werden.)

2. Laptop oder PC: Laden Sie sich auf der Internetseite die kostenlose myMMX-Software herunter. Damit können Sie mit einem Laptop oder PC die Relay-Dienste nutzen.

Smartphone oder Tablet: Für Smartphone oder Tablet können Sie im GooglePlay-Store oder im Apple-Store die Tess-App (myMMX Tess-Relay-Dienste) kostenlos herunterladen.

3. Von Tess erhalten Sie Ihre Zugangsdaten. Wenn Sie diese jetzt eingeben, können Sie über die Relay-Dienste den Notruf anrufen.

Tipp: Um die Verbindung zu testen, rufen Sie den kostenlosen Tess-Support an.

Zur Erinnerung: Dieser Notruf schafft eine direkte Verbindung zur zuständigen Notruf-Leit­stelle, ist aber über einen Dolmetscher „vermittelt“. Weiterhin arbeiten DSB und andere Ver­bände daran, dass künftig auch eine Notruf-App eingerichtet wird, die einen unmittelbaren (schriftlichen oder optischen) Kontakt direkt zu einer Notrufstelle ermöglicht. Nach bisherigen Aussage von Experten wird eine Lösung aber erst 2018 möglich sein.

Quelle: DSB-Newsletter 2/2017


Frau Bundesministerin Zypries hat gestern in Berlin die auf ihre Initiative vom Deutschen Bundestag beschlossene Gesetzesänderung des § 45 TKG, wonach der Vermittlungsdienst für die Nutzung des Telefondienstes für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen demnächst jederzeit (statt wie aktuell täglich von 08:00 Uhr bis 23:00 Uhr ) zur Verfügung stehen muss, vorgestellt.

Ich bitte um Beachtung der Pressemitteilung, die Sie über den Link oben erreichen.


Mögliche weitere kommerzielle Nothilfe-Apps

Auf den App-Märkten gibt es eine Vielzahl von sog. "Notruf-Apps". Im Prinzip ist jedoch schon der Name nicht richtig, da es sich hier nicht in jedem Fall um ein vom Telekommunikationsgesetz (TKG) gestütztes Notrufverfahren handeln muss. Von daher kann man allenfalls von "Nothilfe-Apps" sprechen.

Eine Frage  ist auch, in wie weit alle angebotenen "Nothilfe-Apps" hörgeschädigtengerecht sind. Zwar versprechen alle App im Notfall schnelle Hilfe, aber nicht jede dieser Apps ist auch für Hörgeschädigte geeignet.

Hinweis

Die hier aufgeführten Nothilfe-Apps unterliegen keiner Wertung durch den Inhaber dieser Homepage. Er kann zudem nicht zweifelsfrei sagen, ob diese Apps bei einem wirklichen Notfall die versprochene Hilfe unverzüglich alarmieren. Eine Haftung bei ausbleiben der Hilfe oder Folgeschäden, die durch eine dieser Apps verursacht wurden, kann daher nicht übernommen werden.

Nothilfe-App der Fa. Protegon

Ausführliche Informationen zur Nothilfe-App der Fa. Protegon aus Düsseldorf können Sie sich hier anschauen. Neben einer ständig aktualisierten Liste von kompatiblen Handys, Smartphones und Tablets, findet sich auch eine Preisliste und die Vertragsbedingungen.

Nothilfe-App "HandHelp"

Informationen rund um die Nothilfe-App "HandHelp" können Sie sich hier genauer anschauen.

Mein Notruf GmbH

Auch die "Mein Notruf GmbH" bietet eine Nothilfe-App an. Auch die Abfragestelle ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar.

EmmA - Die Nothilfe-App

Die App "EmmA" stammt von der faktor-n Unternehmensberatung GmbH. Weitere Informationen bekommen Sie hier!

Defi-App des BRK

Die "Defi-App" des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ermöglicht es Ihnen schnell in der Nähe gelegene Defibrillatoren zu finden und im Notfall eine Navigation zu einem Defibrillator zu starten. Ein Notruf per Notfall-Telefax ist möglich.

Funktionen:
- Darstellung von Defibrillatoren auf einer Karte
- Finden des nächsten Defibrillators in Luftlinie
- Automatische Aktualisierung der Daten im Hintergrund (In Einstellungen einstellbar)
- Start der Navigation zu einem ausgewählten Defibrillator
- Notruf/Notruffax

Ansprechpartner ist: a.markmueller@kvnordschwaben.brk.de

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger - SafeTrx

Für jeden Wassersportler, guthörend oder hörgeschädigt, zur Pflicht werden sollte diese neue Seenotretter-App: Denn SafeTrx kann Leben retten. Mit der Smartphone-Anwendung SafeTrx für Android und iOS ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) an den Start gegangen.

Lesen Sie dazu hier mehr!

Und weitere Informationen zur DGzRS finden Sie hier.

Brandenburger Feuerwehr startet Projekt "NotrufPlus"

Brandenburg an der Havel. In einer Notsituation kommt es auf jede Sekunde an. Doch wie gelingt es Menschen mit einer Behinderung, schnell Hilfe zu holen? Bislang gibt es für sie keinen barriere­freien Notruf, für Gehörlose wird nur der Faxnotruf und in einigen Bundesländern ein Notruf per SMS angebo­ten, der eine Faxrneldung an die Leitstelle schickt. Eine direkte Kommunika­tion der Notrufenden mit den Leitstellen und die genaue Übermittlung ih­res Standortes kann nicht erfolgen. Lediglich ihr ungefährer Aufenthaltsort kann per Funkzellenortung ermittelt werden. Kostba­re Zeit verstreicht, bis die Retter erste Hilfe leisten können. Abhilfe kann nun das NotrufPlus-System, der erste barrierefreie Direktruf, schaffen. Das Pilotprojekt wurde am 31. August in der Leitstelle Brandenburg gemeinsam mit OB Dietlind Tiemann, Mitgliedern des Behindertenrates und den an der Entwicklung Beteiligten - Feuerwehrchef Mathias Bialek, den App-Entwicklern, Michael Nau-mann und Manuel Eckert von der Technischen Hoch­schule, Professur Dietmar Wikarski von der TH und der Behindertenbeauftragten, Katrin Tietz - gestartet. Der Notrufplus basiert auf einer kostenlosen App (i05. Android), mit der behin­derte Menschen per Touchfunktion oder Sprachsteuerung einen Notruf absetzen können. Dieser wird für die Mitarbeiter der Leitstelle auf einem großen Monitor sichtbar. Übermittelt wer­den zudem die genaue Position des Hilfesuchenden und dessen Stammdaten sowie freiwillig hinterlegte Angaben. wie beispielswei­se gesundheitliche Beson­derheiten.

Quelle: Preußenspiegel

Nr. 35/2017 E-Mail: brandenburg@preussenspiegel.biz - www.preussenspiegel-online.de